Hormonstörungen beim Mann

Beim Mann scheinen Hormonstörungen seltener in Erscheinung zu treten. Die Fortpflanzung ist bei beiden Geschlechtern an einen intakten Regelkreis bestehend aus Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) und Eizell- bzw. Spermien-produzierenden Endorganen - den Hoden bzw. den Eierstöcken - gebunden.

Beim Mann laufen die wesentlichen Funktionen des Hodens - die Produktion von Spermien und die Synthese des männlichen Geschlechtshormons Testosteron kontinuierlich; wohingegen bei der Frau bekanntlich eine monatliche Rhythmik bei der Eireifung besteht. Diese zum Teil sehr komplexen zyklischen Funktionen bei der Frau können vielfältigen Störungen unterliegen. Ein Äquivalent hierfür  existiert beim Mann dagegen nicht, die Spermiogenese (Synthese von Spermien) verläuft kontinuierlich.

Es gibt bezeichnenderweise keinen Facharzt für die speziellen Belange von Männern mit Hormonstörungen. Traditionell befassen sich Urologen, Dermatologen, Internisten sowie zunehmend in den letzten Jahrzehnten endokrinologisch spezialisierte Frauenärzte mit den Hormonstörungen bei Männern.

Im Hormon-Center-Berlin sind wir aus Sicht des betroffenen Paares die Ärzte für Reproduktionsmedizin, die sich beiden Partnern interdisziplinär anbieten. Wir sind Ansprechpartner für Mann und Frau in allen Fragen der Diagnostik und Therapie der Sterilität.

Hormonstörungen können in allen Altersstufen auftreten. Häufig sind es die Lebensphasen, in denen sich ein grundlegend hormoneller Wandel vollzieht, also in der Pubertät und im so genannten "männlichen Klimakterium".

Im Kindesalter sowie in der Pubertät sind es oft Auffälligkeiten im Behaarungesmuster, eine zu früh eintretende Pubertät, auffällige Entwicklung der männlichen Geschlechtsteile sowie abnorme Hautprobleme, welche eine hormonelle Abklärung erforderlich machen.

In der Pubertät und gehäuft beim Mann um die 50 Jahre tritt gelegentlich eine Brustdrüsenschwellung  (Gynäkomastie) auf, deren Ursache es abzuklären gilt. Neben endokrinen Faktoren kommen zum Beispiel bei älteren Männern bestimmte Medikamente wie z.B. Präparate zur Behandlung des Bluthochdruckes als Auslöser in Betracht.

Bei erwachsenen Männern kommen Potenz- oder Libidostörungen vor, deren Ursache es hormonal abzuklären gilt.

Im Rahmen der Kinderwunschdiagnostik werden in unserer Praxis generell auch die männlichen Partner hormonal und körperlich untersucht. Hierbei finden sich als Zufallsbefunde nicht selten Leistenhoden (Kryptorchismus), die in der Jugend unzureichend behandelt wurden. Die Folge ist oftmals ein Hormondefizit (Hypogonadismus) oder eine Sterilität des Mannes. Der Routine-Hormon-Check bei Kinderwunschpatienten liefert nicht selten Hinweise auf eine Schilddrüsenerkrankung oder ein Prolaktinom.

Im Zusammenhang mit einer Sterilitätsproblematik sind Auffälligkeiten im Spermiogramm oft hinweisend zu auf einen Hormonmangel.

Im fortgeschrittenen Alter haben Männer oft Probleme mit der Sexualität oder weisen körperliche und psychische Symptome auf, die dem Klimakterium der Frau sehr ähnlich sind. Leistungsknick, Depressivität, Antriebsarmut, Zunahme des Körpergewichts, Desinteresse können Hinweis für ein so genanntes "Klimakterium virile" sein. Hier können wir nach einer gezielten Untersuchung bestehende Defizite gezielt ausgleichen und die alte Frische und Vitalität wiederherstellen.

 

 

HORMON-CENTER BERLIN