Die Diagnostik einer Fruchtbarkeitsstörung erfordert ein spezielles, schrittweises Vorgehen, das einige Zeit beansprucht. Da sehr häufig beide Partner betroffen sind, werden grundsätzlich Frau und Mann untersucht. Untersuchungsmethoden beim Mann
Der Untersuchungsgang bei der Frau umfasst bei uns neben der allgemeinen gynäkologischen Untersuchung eine erweiterte Ultraschalluntersuchung der Organe im Becken, Kontrolle der Eileiterfunktion sowie die hormonelle Diagnostik des gesamten Zyklus. Dabei werden Eireifung, Ovulation (Eisprung) sowie die anschließende Gelbkörperphase zu standardisierten Zeitpunkten im Zyklus untersucht.
Zwischen dem 3.-7. Zyklustag wird das so genannte Basisscreening durchgeführt. Es umfasst die Hormone Testosteron, DHEAS, Prolaktin, TSH sowie FSH und LH. Dies dient der Erkennung bestehender hormoneller Auffälligkeiten und gibt uns die Möglichkeit, diese frühzeitig zu korrigueren.
Mittels Ultraschall wird zwischen dem 12.-14. Zyklustag der genaue Eisprungstermin bestimmt (Ovulationskontrolle).
An den Zyklustagen 18, 21 und 24 erfolgt die Überwachung der Gelbkörperphase durch Hormonenanalysen (Estradiol / Progesteron)..
Nach dem Eisprung wird die Eizelle vom Eileiter aufgenommen, von einem Spermium befruchtet und in den folgenden 5 Tagen in die Gebärmutter transportiert.
Dieser komplizierte Mechanismus kann auf vielfältige Weise gestört sein. Aus diesem Grunde bieten wir allen Frauen, bei denen eine längere Sterilität besteht, eine umfassende Diagnostik der Eileiterfunktion an. Hierbei werden Transportfunktion und Durchgängigkeit der Eileitereiter überprüft. Folgende Verfahren kommen zur Anwendung:
Die Bauchspiegelung gilt als der "Goldstandard" zur Beurteilung der Organe im kleinen Becken, da hierbei auch Befunde erhoben werden können, die der allgemeinen Tast - und Ultraschalluntersuchung entgehen, wie z. B. Verwachsungen. Die Bauchspiegelung erfolgt in Allgemeinnarkose. Meist wird sie mit einer Spiegelung der Gebärmutterhöhle kombiniert.