Die Diagnostik einer Fruchtbarkeitsstörung erfordert ein spezielles, schrittweises Vorgehen, das einige Zeit beansprucht. Da sehr häufig beide Partner betroffen sind, werden grundsätzlich Frau und Mann untersucht. Diagnostik bei der Frau
Im ersten Schritt wird eine eine Tastuntersuchung von Hoden und Nebenhoden durchgeführt. Auch Brustdrüsenschwellungen sind relevant.
Die Zeugungsfähigkeit des Mannes kann u.a. durch die mikroskopische Beurteilung des Samens festgestellt werden. Es wird ein Spermiogramm erstellt. Da die Spermienfunktion erheblichen Schwankungen unterliegen kann, wird die Untersuchung zweimal in mindestens dreimonatlichem Abstand durchgeführt.
Bei extremen Befunden im Spermiogramm ist gelegentlich ist eine Gewebeprobe aus dem Hoden erforderlich um festzustellen, ob eine Störung in der Samenzellproduktion vorliegt.
Eine zu geringe Spermienproduktion kann durch eine Störung im Hormonhaushalt - z.B. Schilddrüsenunterfunktion, niedriges männliches Geschlechtshormon im Blut- verursacht sein. In einer hormonellen Basisuntersuchung im Blut können alle relevanten Faktoren überprüft werden. Hormonelle Störungen beim Mann sind insgesamt jedoch deutlich seltener als bei der Frau.