Unter Langzyklus versteht man die kontinuierliche Einnahme von monophasischen Kombinationspräparaten (Pille) über einen längeren Zeitraum als die üblichem 21 Tage. Am meisten Erfahrungen liegen mit der 84 Tage-Einnahme vor, der ein einnahmefreies Intervall von von 7 Tagen folgt. Nach diesem Einnahmemodus würde eine Entzugsblutung alle 3 Monate auftreten.
Es gibt eine Reihe von klinischen Studien über den sog. Langzyklus - vor allem zur Zykluskontrolle und zur Verträglichkeit der oralen Kontrazeptiva. Der Vorteil besteht einerseits in der höheren Sicherheit der verhütenden Wirkung und in der Verringerung der Zahl der Entzugsblutungen. Andererseits hat der Langzyklus einen günstigen Einfluss auf zykluabhängige und menstruationbezogene Beschwerden.
Umfragen haben ergeben, dass die Mehrheit der Frauen aller
Altersgruppen weniger Menstruation wollen oder ganz auf Blutungen verzichten
würden. Vor allem Frauen die an schmerzhafter und verstärkter Regelblutung, perimenstrueller Migräne,
Brustspannung und Unterbauchschmerzen leiden, bringt die Reduktion von
Entzugsblutungen eine deutliche Verbesserung der
Lebensqualität und Leistungsfähigkeit.
Grundsätzlich gibt es keine medizinische Einwände gegen eine kontinuierliche Einnahme der Pille über 6 oder 12 Monate. Neuere Studien haben auch gezeigt, dass die Eierstocksfunktion nach Absetzen der Hormone langfristig nicht beeinträchtigt ist.